Fast fünf Jahre nach einer katastrophalen Unterwasserkollision bereitet sich die US-Marine darauf vor, eines ihrer leistungsfähigsten Angriffs-U-Boote, die USS Connecticut, wieder in den aktiven Dienst zu bringen. Das U-Boot wurde erstmals im Oktober 2021 außer Dienst gestellt, nachdem es während einer geheimen Mission auf einen unbekannten Unterwasserberg im Südchinesischen Meer getroffen war. Die Kollision führte zu einer Reihe gefährlicher Vorfälle, verletzte Matrosen und beschädigte kritische Systeme, wodurch das Schiff seitdem auf der Puget Sound Naval Shipyard im Marinestützpunkt Kitsap ruhte. Die USS Connecticut, ein Schnellangriffs-U-Boot der Seawolf-Klasse, feierte 1997 ihre Indienststellung und wird im Herbst 2023, fast 30 Jahre nach ihrer Einführung, wieder in Betrieb genommen.
Der Vorfall gilt als einer der schwersten U-Boot-Unfälle in der modernen Geschichte. Die Kollision zwang die USS Connecticut, an die Oberfläche zu tauchen, was jedoch nicht ohne Schwierigkeiten geschah. Notfallmaßnahmen ermöglichten letztendlich das Auftauchen des U-Bootes, jedoch nicht bevor Überhitzung der Ausrüstung und ein Brand auftraten. Elf Matrosen wurden bei dem Vorfall verletzt, und spätere Untersuchungen ergaben, dass es ein Wunder war, dass es nicht zu weiteren Verletzungen oder gar zum Verlust des U-Bootes kam.
Die USS Connecticut hat eine bewegte Geschichte
Eine Untersuchung der Marine unter der Leitung von CJ Cavanaugh stellte fest, dass der Vorfall vermeidbar war. Der Bericht machte mehrere Fehler bei der Navigationsplanung, der Überwachung und dem Risikomanagement verantwortlich. Infolge des Vorfalls wurde der Kommandant des U-Bootes entlassen, und vielen Besatzungsmitgliedern wurde psychologische Beratung empfohlen.
Nach Reparaturen im Wert von 80 Millionen US-Dollar hofft die Marine, dass die USS Connecticut zukünftig stabiler operieren kann. Bereits in der Vergangenheit sorgte das U-Boot für Negativschlagzeilen, unter anderem durch einen Pierunfall in San Diego, einen Wanzenbefall und eine seltsame Begegnung mit einem Eisbären. Das U-Boot muss nun fünf Jahre ohne weitere Vorfälle überstehen, da der aktuelle Schiffbauplan der Marine vorsieht, dass es im Jahr 2031 außer Dienst gestellt wird. Dieser Zeitrahmen könnte allerdings durch die erforderlichen Reparaturen jederzeit verlängert werden.
