Der Toyota Tacoma, ein äußerst beliebter Mittelklasse-Pickup, wird bis 2030 in die Vereinigten Staaten verlagert. Derzeit wird der Lkw im Toyota Motor Manufacturing Werk in Baja California, Mexiko, produziert. Im Rahmen einer umfassenden Erweiterung seines Werks in San Antonio, Texas, plant Toyota eine Investition von 3,6 Milliarden US-Dollar und eine Fläche von 2,5 Millionen Quadratmetern, um die Produktion nach Texas zu verlagern. Details zur künftigen Nutzung des Baja-Werks wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Trotz seiner japanischen Wurzeln hat Toyota einen Großteil seiner Produktion in Nord- und Mittelamerika angesiedelt. Das Unternehmen betreibt große Fertigungsstätten in mehreren Bundesstaaten, darunter Texas, Kalifornien und Kentucky, wo etwa 444.414 Fahrzeuge des Camry und RAV4 im vergangenen Jahr hergestellt wurden.
Verlagerung der Produktion
Die Entscheidung zur Verlagerung der Tacoma-Produktion nach Nordamerika ist nicht nur politisch motiviert. Die aktuelle Generation des Tacoma stellt einen bedeutenden Fortschritt im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen dar und basiert auf der hybridfähigen TNGA-F-Plattform, die auch anderen Toyota-Modellen, wie dem Tundra und dem Sequoia, zugrunde liegt. Der Lexus LX, der viele mechanische Komponenten mit dem Sequoia teilt, wird hingegen in Japan produziert.
Die Verlagerung des Tacoma-Werks könnte die Produktion einiger der beliebtesten Toyota-Modelle optimieren. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs im Markt für mittelgroße Lkw, der von Ford, General Motors, Nissan und möglicherweise Ram unter Druck gesetzt wird, könnte eine Rationalisierung der Produktion für Toyota vorteilhaft sein, um den Verkauf von Lkw zu steigern.
