Warum der Slate Truck in letzter Minute eine Änderung an seiner Batterietechnologie vorgenommen hat

von gadgetadmin

Slate, der Hersteller des kommenden Barebone-Elektro-Pickups, hat eine bedeutende Änderung an der Batterietechnologie vorgenommen, die in den Serienmodellen, die 2027 auf den Markt kommen sollen, zum Einsatz kommen wird. Anstelle des ursprünglich vorgesehenen Nickel-Mangan-Kobalt-Akkus (NMC) entschied sich Slate für einen kostengünstigeren Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP) des chinesischen Herstellers Gotion. Schätzungen zufolge kontrolliert China mehr als 98 % der Materialien, die für LFP-Batterien benötigt werden. Der Einstiegspreis für Slate Trucks ist günstig, allerdings höher als ursprünglich versprochen.

Der Grund für den Wechsel zu LFP-Batterien liegt in der Abschaffung der 7.500 US-Dollar Steuergutschrift für Käufer von Elektrofahrzeugen. Bislang durften Batterien, um für diese Gutschrift in Frage zu kommen, keine Mineralien oder Teile enthalten, die von einem „ausländischen Unternehmen“ bezogen wurden, zu dem auch China zählt. Da die Steuergutschrift und die damit verbundenen Vorschriften nun weggefallen sind, kann Slate eine günstigere Batterie aus China beziehen. LFP-Batterien kosten etwa 40 % weniger als NMC, da Eisen deutlich günstiger ist als Kobalt oder Nickel.

Die neue LFP-Batterie hat eine Kapazität von 65 kWh und eine nutzbare Kapazität von 63 kWh. Sie treibt einen 181 PS starken Elektromotor an, der die Hinterräder versorgt. Slate schätzt, dass der Lkw in acht Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigt und eine Reichweite von 205 Meilen bietet. Der offizielle Preis für den Slate-Truck liegt bei 26.400 US-Dollar inklusive Zielgebühr. Obwohl dies mehr ist als der ursprüngliche Gutschriftspreis unter 20.000 US-Dollar, bleibt der Preis dennoch relativ günstig.

Erschwinglich und äußerst anpassbar

Der Slate Truck beginnt mit einer einfachen Ausstattung, die Kurbelfenster, Räder aus Low-Tech-Stahl und eine manuell bedienbare Klimaanlage umfasst. Klimaanlage und ein altmodischer Tempomat gehören jedoch zur Standardausstattung. Slate bietet seinen Käufern zudem eine Vielzahl an Anpassungsmöglichkeiten.

Diese reichen von über 100 Vinylfolien, darunter einige, die von Crayola genehmigt wurden und auf die unlackierte Karosserie des Fahrzeugs klebbar sind, bis hin zu Zubehörteilen wie abzippbaren Sitzbezügen, Dachträgern und Persenningsabdeckungen für die Ladefläche des Pickups. Für zusätzliche 5.000 bis 7.000 US-Dollar kann der Slate auch in ein SUV umgerüstet werden, was ein erweitertes Dach sowie einen Rücksitz umfasst und somit die Passagierkapazität erhöht.

Slate hat zusätzlich Slate U eingeführt, eine Plattform, die es DIY-Enthusiasten ermöglicht, einige Anpassungsaufgaben selbst zu übernehmen. Slate U bietet Anleitungsvideos, die für jedes Fähigkeitsniveau geeignet sind, und wird von Agenten unterstützt, die chatten, helfen und Kunden an „vertrauenswürdige Dienstleister“ verweisen, wenn ein Projekt zu komplex wird. Dieser Service ist kostenfrei und wird von anderen Fahrzeugherstellern vermutlich nicht dupliziert.

Der Slate Pickup sowie seine SUV-Varianten werden einen Test darstellen, ob der US-Markt tatsächlich an einem einfacheren, schnörkellosen Fahrzeug interessiert ist. Der Erfolg der Marke Slate wird darüber entscheiden, ob ihre schlichte, anpassbare DIY-Ästhetik die richtige Antwort auf eine weit verbreitete Frage darstellt.

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