Ein ehemaliger Kampfpilot der koreanischen Luftwaffe wurde zur Zahlung von rund 60.000 US-Dollar verurteilt, nachdem ein Selfie während eines unautorisierten Flugmanövers zu einem Kollision zweier F-15K Slam Eagles geführt hatte. Der Vorfall ereignete sich im Dezember 2021 in der Nähe von Daegu, als die beiden Flugzeuge während eines Manövers äußerst nahe kamen und dadurch beide Jets erheblichen Schaden erlitten.
Gemäß den Untersuchungen kam es zu einer Kollision, als der Wingman-Pilot, der für 10 % der Reparaturkosten verantwortlich gemacht wurde, während des Flugs mit seinem Handy Fotos machte. Nachdem der leitende Pilot um eine Videoaufnahme seines Jets bat, führte der Wingman-Pilot einen Höhensteigflug mit Überschlag durch. Dies führte dazu, dass die beiden Jets so nah zueinander kamen, dass ein schneller Ausweichversuch nicht mehr rechtzeitig umgesetzt werden konnte.
Die Reparaturkosten für die beiden F-15K belaufen sich auf etwa 880 Millionen Won, was rund 600.000 US-Dollar entspricht. Eine umfassende Untersuchung des Vorfalls durch das Board of Audit and Inspection dauerte fast fünf Jahre und stellte fest, dass die koreanische Luftwaffe keine spezifischen Regeln für die Nutzung persönlicher Kameras im Cockpit aufgestellt hatte. Aus diesem Grund wurde der Pilot nur mit 10 % der Gesamtschäden zur Verantwortung gezogen.
Das Jahresgehalt eines Piloten der koreanischen Luftwaffe liegt schätzungsweise bei 118 Millionen Won oder etwa 78.000 US-Dollar, wodurch die verhängte Strafe erheblich ist. Der Pilotenstatus des Urhebers des Vorfalls ist inzwischen nicht mehr aktiv, nachdem er nach seiner Suspendierung den Militärdienst verlassen hat.
