Diese norwegischen Soldaten nutzen immer noch eine altmodische Taktik, um sich vor Drohnen zu verstecken

von gadgetadmin

Die norwegische Long Range Reconnaissance Squadron hat in Zeiten zunehmender Drohneneinsätze eine altmodische Methode zur Tarnung im Winter übernommen, die sich als effektiv gegen moderne Überwachungstechnologien erweist. Die Einsatzbedingungen im Winter stellen für Bodentruppen eine besondere Herausforderung dar, da der Schnee die Landschaft dominiert und die Sichtbarkeit von Soldaten und Ausrüstung erschwert.

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 hat sich das dortige Kriegsgebiet zu einem der fortschrittlichsten Einsatzorte für Drohnen entwickelt. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass Drohnen die Artillerie als bevorzugte Angriffsmethode überholen, wobei sie 70 % aller Verletzungen oder Todesfälle auf dem Schlachtfeld verursachen. Diese Entwicklung führt zu einem Paradigmenwechsel in der Kriegsführung, da Drohnen einfacher und kostengünstiger zu bauen sind als herkömmliche Waffensysteme.

Drohnen profitieren von fortschrittlichen Technologien wie hochauflösenden Kameras und Wärmebildfunktionen, die insbesondere in winterlichen Umgebungen effektiv sind, da der Temperaturunterschied zwischen der kalten Umgebung und der Körperwärme von Soldaten signifikant ist. Um sich vor dieser modernen Überwachungstechnologie zu verstecken, graben die Elite-Soldaten der norwegischen Einheit Schneehöhlen, sogenannte Quinzhees, in die schneebedeckte Landschaft.

Ein tödliches Versteckspiel

Ein Quinzhee besteht aus lockerem Schnee, der zu einem Kegel geformt und anschließend zusammengedrückt wird, bis die äußere Hülle härter wird. Nach dem Aushärten kann der Innenraum ausgehöhlt werden. Diese Technik bietet im Vergleich zu einem Iglu, das aus harten Schnee-Blöcken besteht, Vorteile in der Wärmeleitfähigkeit. Beim Testen zeigte sich, dass die Wände des Quinzhees eine höhere Wärmeleitfähigkeit aufweisen, während das Iglu die beste Isolierung bietet.

Ein Mitglied der Long Range Reconnaissance Squadron, codenamens „Poster Boy“, erklärte, dass die ständige technologische Weiterentwicklung herkömmliche Tarnmethoden, wie Zelten oder einfache Tarnung, obsolet macht. Die moderne Kriegsführung zwingt Einheiten dazu, sich oft alle 15 Minuten zu bewegen, um nicht entdeckt zu werden. „Schnee ist unsere absolut beste Tarnung“, betonte er, „besonders wenn er fällt, da er unsere Spuren schnell verwischt.“

Zusätzlich zur natürlichen Tarnung testet die norwegische Agentur für Verteidigungsmaterial ein neues Tarnsystem, das von Saab entwickelt wurde. Das Mobile Camouflage System (MCS) kann auch auf Fahrzeugen montiert werden, um die Wärmesignaturen vor Infrarotkameras und wärmesuchenden Sensoren zu verbergen, sowie die Radarsichtbarkeit zu reduzieren. Diese Technologie macht es schwieriger, die Positionen von Soldaten und Fahrzeugen selbst mit bloßem Auge zu erkennen.

Verwandte Beiträge Benutzerdefinierter Text

Hinterlasse einen Kommentar