Die NASA-Sonde Parker Solar Probe hat kürzlich ihr eigenes Geschwindigkeitsrekord erneut übertroffen und erreicht dabei beeindruckende 430.000 km/h (Mach 560,43). Diese Höchstgeschwindigkeit wurde während ihrer Mission zur Erforschung der Sonne aufgezeichnet, die am 12. August 2018 begann. Parker hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur Daten über die Sonnenkorona zu sammeln, sondern auch die Herkunft und Evolution des Sonnenwinds zu bestimmen.
Als Parker zuletzt auf Weihnachten 2024 dieser Rekordgeschwindigkeit erreichte, demonstrierte die Sonde, dass sie in der Lage ist, diese Spitzenleistung sogar mehrmals im Rahmen ihrer Umlaufbahn um die Sonne zu erreichen. Vergleicht man diese Geschwindigkeit mit alltäglichen Entfernungen, so könnte man in einer Sekunde von Philadelphia nach Washington D.C. reisen. Die Mission wird voraussichtlich bis 2029 andauern.
Um diese beeindruckenden Geschwindigkeiten zu erzielen, nutzt die Parker Solar Probe eine Technik namens Schwerkraftassistenz in Kombination mit der enormen Anziehungskraft der Sonne. Durch sieben präzise geplante Vorbeiflüge an Venus wird Bahnenergie abgeben, was die Sonde näher zur Sonne bringt. Während sie in die Anziehungskraft der Sonne eintaucht, erhöht sich ihre Geschwindigkeit, ähnlich einem Freifall in einer Achterbahn.
Ein weiterer bemerkenswerter Erfolg der Parker Solar Probe wurde am 14. Dezember 2021 verzeichnet, als sie die obere Atmosphäre der Sonne, die Korona, durchflog und sich damit dem Sonnenoberfläche näherte als jedes andere Raumfahrzeug zuvor. An ihrem nächsten Punkt erreichte das Hitzeschild der Sonde Temperaturen von etwa 1.700 Grad Fahrenheit. Schutz bietet ein fortschrittliches thermisches System, das aus einem 10,5 cm dicken Hitzeschild aus Kohlenstoffkomposit besteht, der Temperaturen von über 2.500 Grad Fahrenheit standhalten kann.
