Die amerikanische Automobilindustrie hat sich im letzten Jahrzehnt grundlegend gewandelt. Anstelle von Limousinen und Kleinwagen haben sich die Vertreter des automobilen Sektors zunehmend Fahrzeugen wie Trucks und SUVs zugewandt, während auch die Hersteller der elektrischen Modelle immer ermutigenderes Streben richteten, das jedoch in den frühen 2020er Jahren mehr und mehr auf Herausforderungen stieß. In diesem Zusammenhang hat Ford einige seiner traditionell beliebten Pkw-Modelle eingestellt und sein Portfolio weitgehend mit Trucks und SUVs erweitert, während gleichzeitig eine ambitionierte, jedoch nicht immer erfolgreiche Transformation hin zu Elektrofahrzeugen eingeleitet wurde. Dabei plant das Unternehmen, rund 19,5 Milliarden US-Dollar in diesen Umstrukturierungsprozess zu investieren.
Die aktuellen Fahrzeuge von Ford sind unter anderem die eindrucksvollen Modelle wie der Bronco, der F-150 Raptor und der neue Maverick. Für Autoenthusiasten und Liebhaber leistungsstarker Fahrzeuge wirkt der Blick zurück auf Fords Angebot von Mitte der 2010er-Jahre wie eine Reise in eine andere Zeit. Mit einer Reihe von attraktiven, leistungsstarken Fahrzeugen wurde 2017 als ein Höhepunkt von Fords Neuzeit angesehen. Fünf bemerkenswerte Modelle aus diesem Jahr zeigen eindrucksvoll, wie bedeutend diese Zeit für das Unternehmen war und wie stark es sich seither verändert hat.
Mustang Shelby GT350
Der komplett neu gestaltete Ford Mustang der S550-Generation war 2017 über zwei Modelljahre hinweg mit verschiedenen Antriebsoptionen erhältlich, wobei der GT350 an der Spitze der Produktpalette stand. Dieser erhielt seinen Namen von den legendären Shelby GT350 Mustangs der 1960er Jahre und heben sowohl die Leistung als auch die Mechanik auf ein neues Niveau. Der GT350, der 2016 auf den Markt kam, setzte auf einen 5,2-Liter V8 ohne Kompressor, was ihn besonders machte. Der Voodoo-V8-Motor lieferte 526 PS und konnte eine Drehzahl von über 8.000 U/min erreichen. Ein Sechsgang-Schaltgetriebe blieb die einzige Antriebsoption. Auch wenn spätere Mustang-Varianten mehr Leistung boten, bleibt die Faszination des GT350 ungebrochen, wenn man zurückblickt.
Ford Fiesta ST
Der Ford Fiesta ST, der in den USA von 2014 bis 2019 verkauft wurde, zeigt, dass Ford in den 2010er Jahren seine Hochleistungsfahrzeuge nicht nur auf teurere Modelle beschränkte. Der Fiesta ST war zwar nicht das schnellste ST-Modell, welches Ford je gebaut hat, jedoch war sein Spaßfaktor unübertroffen. Für ein preisbewusstes Publikum hatte der Fiesta ST 2017 einen Einstiegspreis von etwas mehr als 22.000 US-Dollar. Leider beendete Ford Ende der 2010er Jahre die Produktion der Kleinwagenreihe, was dem Fiesta ST einen nostalgischen Status verleiht, da er als eines der wenigen erschwinglichen Hochleistungsfahrzeuge gilt, das möglicherweise zum Klassiker werden könnte.
Ford Focus RS
In 2017 konnten nordamerikanische Ford-Händler gleich drei verschiedene Hot Hatches anbieten, wobei der Ford Focus RS heraussticht. Ausgestattet mit einem 2,3-Liter-EcoBoost-Motor, der 350 PS und ein Drehmoment von 350 lb-ft leistet, bot der Focus RS Allradantrieb und sogar einen Driftmodus. Dieses Fahrzeug, das sowohl aufregend als auch praktisch für den Alltag war, sorgte für hohe Begeisterung unter Fahrern. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass Ford bald wieder ein benzinbetriebenes Modell dieser Art auf den Markt bringen wird.
Ford Fusion Sport
Der Ford Fusion Sport, der für das Modelljahr 2017 eingeführt wurde, hebt sich durch einen 325 PS starken 2,7-Liter-V6-Turbomotor und Allradantrieb hervor. Es handelt sich um eine der bemerkenswertesten Mittelklasse-Limousinen, die imstande war, in etwas mehr als fünf Sekunden von 0 auf 60 mph zu beschleunigen. Das adaptive Dämpfersystem verbesserte zudem das Kurvenverhalten, was ihn zu einer unterschätzten Performance-Limousine macht.
Ford GT
Der Ford GT, welcher in der Mitte der 2010er Jahre große Beachtung fand, wurde mit einem V6-Turbomotor ausgestattet und konnte bei verschiedenen Motorsportveranstaltungen glänzen. So gewann die Rennversion des GT 2016 die 24 Stunden von Le Mans und ist bis heute eines der schnellsten und exotischsten Serienfahrzeuge, das Ford je gebaut hat. Obwohl seine Produktion 2022 endete, bleibt er ein wichtiges Symbol für Ford und dessen Ingenieurskunst.
Die Methodik hinter der Auswahl des Jahres 2017 als Höhepunkt von Ford basiert auf der Vielzahl und Stärke des Produktangebots in dieser Zeit, die die Menüvielfalt des Unternehmens sowie seine Ingenieurskunst demonstriert. Die Aufregung und Exzellenz, die Ford Mitte der 2010er-Jahre prägten, sind nachhaltig in der Erinnerung der heutigen Autoenthusiasten verankert.
