AI-unterstützte Drohnen helfen mittlerweile, Haiangriffe zu verhindern, indem sie die Kollisionen zwischen Menschen und Haien minimieren. Ein neues Forschungsprojekt namens SharkEye nutzt Künstliche Intelligenz, um Haie zu erkennen, und kombiniert dabei Umweltforschung mit der Sicherheit von Badegästen.
Seit die Erfolgsstory des Films „Der weiße Hai“ im Jahr 1975 Menschen dazu gebracht hat, beim Schwimmen im Meer vorsichtiger zu sein, bleibt die Angst vor den Raubtieren bestehen. Zwar sind Haiangriffe äußerst selten, dennoch kann selbst ein einziger, unglücklicher Biss schwerwiegende Folgen haben. Deshalb werden neue Ansätze entwickelt, um die Interaktionen zwischen Menschen und Haien zu verringern.
SharkEye zielt darauf ab, nicht nur die Biologie der Haie besser zu verstehen, sondern auch gefährliche Situationen in den von Menschen frequentierten Küstengebieten zu vermeiden. Die Drohnen werden regelmäßig eingesetzt, um Bilder der Umgebung aufzunehmen und Haie zu identifizieren. Mithilfe von Maschinenlernmodellen können die Drohnen große weiße Haie und andere Haiarten vor der Küste Kaliforniens aufspüren. Über das Wissen um ihre Standorte werden die zuständigen Sicherheitsbehörden informiert, wodurch die Sicherheit von Strandbesuchern erheblich gesteigert werden kann.
Erste Erfolge bei der Verhinderung von Haiangriffen
Die Technologie wurde bereits erfolgreich eingesetzt. Sie hat nicht nur das Wissen über Haie vergrößert, sondern auch konkret Leben gerettet. Das SharkSpotter-System, das ebenfalls Künstliche Intelligenz nutzt, konnte im ersten Jahr seines Einsatzes zwei Menschenleben retten. Es erkennt Haie mit einer Genauigkeit von 90 % und kann diese von anderen Meerestieren, darunter Delfine, unterscheiden.
Das System analysiert zahlreiche Statistiken zu Hai-Sichtungen und informiert die Öffentlichkeit über deren Aktivitäten. Die Daten werden in Echtzeit an ein Kontrollzentrum übertragen, wo jeder auf die Informationen zugreifen kann, um gegebenenfalls Maßnahmen zur Schließung von Schwimmbereichen zu ergreifen. Aktuell benötigt das System noch menschliche Bediener, zukunftsweisend könnte jedoch eine vollständige Automatisierung durch eine Flotte ähnlicher Drohnen möglich sein. Da die Technologie sich noch in den Anfängen befindet, gibt es im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen viel Spielraum für Verbesserungen.
