Australien entwickelt innovative drifende Solarpanels, um gleich zwei Herausforderungen im Bereich der Ressourcenbewirtschaftung zu meistern. Angesichts einer drohenden Wasserkrise, die durch langanhaltende Dürreperioden und ansteigende menschliche Aktivitäten verstärkt wird, will das Land mit diesen hochmodernen Technologien die Wasserverdampfung reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Energie erzeugen.
Diese drifenden Photovoltaikanlagen (FPV) sind in verschiedenen Stauseen und Wasserreservoirs Australiens installiert. Sie fungieren als ein schützendes Dach über der Wasseroberfläche und verhindern die Verdampfung, während sie gleichzeitig saubere Energie für die Stromnetze bereitstellen – ähnlich wie herkömmliche Solarpanels. Statistiken zeigen, dass jährlich rund 1.400 Gigaliter Wasser in den Reservoiren verdampfen. Berichten zufolge kann der Einsatz dieser drifenden Solarpanels die Verdampfung um mehr als die Hälfte reduzieren. Um den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft zu minimieren, hat die Australian Renewable Energy Agency in ein Projekt investiert, um bis 2025 zusätzliche drifende Solarpanels auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zu installieren.
Drijvende Solarpanel-Projekte in Australien und darüber hinaus
Wannon Water betreibt derzeit eines der größten Systeme von drifenden Solarpanels in Australien, das jährlich mehr als 600.000 Kilowattstunden erneuerbare Energie über dem Brierly Basin in Warrnambool, Victoria, generiert. Die 1.260 installierten Panels nutzen nicht nur das direkte Sonnenlicht, sondern auch die Reflexion des Lichts auf der Wasseroberfläche. Seit der Installation haben sie die jährlichen CO2-Emissionen um fast 600 Tonnen gesenkt. Ein vergleichbares System mit 644 drifenden Solarpanels von Gippsland Water versorgt genügend Haushalte mit Strom, um täglich bis zu 90 Haushalte während der Spitzenzeiten zu bedienen.
Ein Vorteil dieser drifenden Solarpanels ist, dass sie die Wasserfläche nicht vollständig abdecken, was das Wachstum von Algen hemmt und die Wasserqualität erhält. Diese umweltfreundlichen Alternativen werden zu einem wesentlichen Bestandteil zukünftiger Energiepläne nicht nur Australiens, sondern auch Deutschlands, Kaliforniens und weiterer Regionen weltweit.
