Rivian, der aufstrebende Hersteller von Elektrofahrzeugen, steht kurz vor der Einführung seines neuen Massenmarktmodells, dem R2. Nach ersten Fahrberichten wird es als eines der vielversprechendsten Elektrofahrzeuge in seiner Preisklasse angesehen. CEO RJ Scaringe hat betont, dass der R2 eine entscheidende Rolle dabei spielen soll, Rivian als etablierten Namen in der Automobilwelt zu positionieren.
Doch viele zukünftige Fahrer wissen möglicherweise nicht, dass Rivian anfangs unter einem anderen Namen firmierte. Im Podcast „Wie ich das gebaut habe“ verriet Scaringe, dass eine Klage von Hyundai zur Umbenennung des Unternehmens führte. Der südkoreanische Automobilhersteller hatte im Jahr 2010 Klage gegen Rivians ursprünglichen Namen, Avera, eingereicht, da dieser zu ähnlich dem Namen Hyundais Flaggschiff, dem Azera, sei.
Scaringe hatte Avera 2009 gegründet, mit der Idee, Sportwagen herzustellen. Zwar gelang es ihm, einen Prototyp zu entwickeln, der auf Kraftstoffeffizienz ausgelegt war, doch bald wurde klar, dass eine Neuausrichtung notwendig war. Nach der Klage von Hyundai sah sich Scaringe gezwungen, den Unternehmensnamen zu ändern. „Wir dachten, es macht keinen Sinn, gegen Hyundai zu kämpfen, und haben nach einem neuen Namen gesucht“, erklärte Scaringe im Podcast.
Die Entstehung des Namens Rivian
Schließlich entschied sich Scaringe mit seinem Team für den Namen „Rivian“, ein Kunstwort aus den Begriffen „River“ und „Indian“, inspiriert von seiner Heimat in der Nähe des Indian River in Florida. Der Name sollte nicht nur leicht auszusprechen sein, sondern auch keine negativen Konnotationen in anderen Sprachen hervorrufen. Scaringe betonte, dass der Name Assoziationen mit Begriffe wie „fließen“ und „Bewegung“ wecken sollte.
Die Umbenennung führte zu einer Einigung zwischen Scaringe und Hyundai. Das Unternehmen stellte die Azera-Limousine in den USA bis 2017 her, bevor der Markenname mit der Einführung der Luxusmarke Genesis verschwand. Nach der Umbenennung verschwand Rivian einige Jahre aus der Öffentlichkeit, während das Team an der Entwicklung ihrer aktuellen Produktreihe arbeitete. Im Jahr 2013 entstand der erste Lkw-Prototyp, dessen Design nach mehreren Überarbeitungen letztendlich als R1T auf den Markt kam, der nach wie vor erhältlich ist und sich sowohl im Straßen- als auch im Geländeeinsatz bewährt.
