Der japanische Automobilhersteller Mazda produziert aktuelle Modelle wie den BT-50, ein Ute, der jedoch nicht auf dem US-Markt eingeführt wird. Während Mazda in den USA hauptsächlich für den Miata-Sportwagen und zuverlässige SUVs bekannt ist, erfreut sich der BT-50 in anderen Märkten großer Beliebtheit. Das Modell 2026, das Anfang dieses Jahres auf den Markt kam, kann mehr als 3.500 Kilogramm ziehen und eine Nutzlast von etwa 1.200 Kilogramm transportieren. Trotz dieser beeindruckenden Eigenschaften plant Mazda derzeit keine Rückkehr in den amerikanischen Pickup-Markt.
Mazda-Chef Masahiro Moro äußerte sich zu zukünftigen Modellen und berichtete von Anfragen, einen kleinen Pickup zu entwickeln. Dennoch stellte er klar, dass Mazda über keine geeignete Plattform verfüge. Moro räumte ein, dass das Interesse an Pickup-Trucks in den USA groß ist, was Mazda jedoch aus dem Markt drängt. Die Möglichkeit einer Markteinführung des BT-50 in naher Zukunft ist daher eher unwahrscheinlich.
Die Hühnersteuer hindert Mazda daran, den BT-50 in den USA anzubieten
Ein entscheidender Faktor für die fehlende Einführung des BT-50 in den USA ist die sogenannte Hühnersteuer, eine 25-prozentige Steuer auf importierte leichte Nutzfahrzeuge. Diese Steuer wurde in den 1960er Jahren als Reaktion auf Zölle auf amerikanische Hühner eingeführt und gilt bis heute. Sie hat erhebliche Auswirkungen auf die Importe von Leicht-Lkw, wie dem in Thailand hergestellten BT-50.
Um die Hühnersteuer zu umgehen, haben einige Autohersteller Lösungen gefunden, indem sie beispielsweise Fabriken in den USA eröffneten oder alternative Strategien anwendeten. So hat Ford über die Jahre Hühnersteuern in Höhe von mehr als 250 Millionen US-Dollar umgangen, indem sie ihre Fahrzeuge durch Zollprozesse lenkten. Die Hühnersteuer bleibt jedoch ein Hindernis für viele Automobilhersteller und gilt als einer der Gründe für die überdimensionierten Pickup-Trucks auf dem amerikanischen Markt.
