Hyundai ruft in den USA 294.128 Hyundai- und Genesis-Fahrzeuge wegen eines potenziellen Problems mit den vorderen Sicherheitsgurten zurück, das im Falle eines Unfalls zu Verletzungen führen könnte, selbst wenn die Gurte im normalen Alltag zu funktionieren scheinen. Der Rückruf wird von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) unter der Nummer 26V218 aufgeführt, und die internen Aktionsnummern von Hyundai lauten 298-032G. Dies ist bereits der zweite Rückruf innerhalb eines Jahres, der mit Hyundai-Sicherheitsgurten in Verbindung steht und mehr als eine halbe Million Palisade-SUVs betraf. Der aktuelle Rückruf betrifft speziell den Schnappclip an der Basis der vorderen Sicherheitsgurte, der möglicherweise nicht sicher am Sitzrahmen befestigt ist.
Hyundai schätzt, dass möglicherweise lediglich 1 % der zurückgerufenen Fahrzeuge tatsächlich von dem Problem betroffen sind. Besorgniserregend ist jedoch, dass dieses Problem möglicherweise nicht vor einem Unfall bemerkt wird. Der Sicherheitsgurt könnte sich zwar normal anfühlen und schnallen, könnte jedoch bei einem Aufprall den Fahrer oder Beifahrer nicht ausreichend schützen, wenn die untere Verankerung nicht richtig befestigt ist.
Der koreanische Autohersteller berichtet, dass ihm bis jetzt sechs Fälle in den USA bekannt sind, die mit diesem Problem in Verbindung stehen, jedoch keine Unfälle, Verletzungen oder Todesfälle gemeldet wurden. Obwohl dies erfreulich ist, reicht dies nicht aus, um den Rückruf zu ignorieren, da allein ein Versagen des Sicherheitsgurtes gravierende Konsequenzen haben könnte.
Betroffene Hyundai-Fahrzeuge und Maßnahmen zur Behebung des Problems
Die am stärksten betroffene Modellreihe ist die neueste Santa Fe-Serie von Hyundai. Laut Hyundai sind 158.001 bensinbetriebene Santa Fe-SUVs aus den Modelljahren 2024–2026 betroffen, ebenso wie 95.268 Santa Fe-Hybrid-SUVs aus denselben Jahren. Zudem umfasst der Rückruf 35.149 Hyundai Ioniq 6-Limousinen von 2023 bis 2025 sowie 5.710 Genesis G90-Limousinen aus den Modelljahren 2023 bis 2026.
Fahrzeugbesitzer müssen ihr Auto zu einem Hyundai- oder Genesis-Händler bringen, wo Techniker die vorderen Sicherheitsgurtanker überprüfen werden. Bei Bedarf wird ein Verstärkungseinsatz an der unteren Verankerung angebracht. Ist dies nicht möglich, wird die gesamte Sicherheitsgurtbaugruppe ausgetauscht.
Die Reparatur ist kostenfrei, selbst wenn das Fahrzeug nicht mehr durch die begrenzte Neuwagengarantie von Hyundai abgedeckt ist. Zudem kündigte Hyundai an, dass Besitzer, die bereits selbst für Reparaturen in Verbindung mit diesem Rückruf aufkommen mussten, eine Rückerstattung erhalten werden. In der offiziellen Mitteilung wurden keine Warnungen bezüglich “Nicht fahren” oder “Draußen parken” ausgesprochen, jedoch sollten die Besitzer ihre Fahrzeug-Identifizierungsnummer (VIN) so schnell wie möglich überprüfen. Um herauszufinden, ob Ihr Hyundai von diesem Rückruf betroffen ist, können Sie die Fahrgestellnummer auf der offiziellen Rückruf-Suchseite von Hyundai oder auf der NHTSA-Website eingeben.
