Die National Marine Manufacturers Association verzeichnet in den USA nahezu 11,8 Millionen registrierte Boote. An einem sonnigen Sonntag kann es den Anschein haben, als wäre die Hälfte davon gleichzeitig an den Rampen unterwegs. Dieser Druck kann neue Bootsfahrer unter Stress setzen, doch mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich der Prozess erheblich erleichtern.
Ein separater Bereitstellungsbereich kann helfen, Abläufe an der Rampe zu beschleunigen. Dort sollten Bootsfahrer zunächst sicherstellen, dass die Ablassschraube nicht vergessen wird. Nach jedem Ausflug wird sie in der Regel entfernt, um Regen- und Bilgenwasser abfließen zu lassen. Vor dem nächsten Zuwasserlassen muss sie jedoch wieder eingesetzt werden, um ein Eindringen von Wasser ins Boot zu verhindern.
Ein häufig gemachter Fehler betrifft die Heckverzurrungen und die Motorhalterung, die zum sicheren Transport auf dem Anhänger dienen. Es ist ratsam, diese im Bereitstellungsbereich zu lösen und nicht am Wasserrand. Der Windengurt hingegen sollte stets eingehakt bleiben.
Während des Parkens im Bereitstellungsbereich sollten auch Kühlboxen und Ausrüstung verladen werden, um zeitliche Verzögerungen an der Rampe zu vermeiden. Zudem sollten Fender, die den Rumpf vom Steg fernhalten, an der Seite befestigt werden, an der das Boot festgemacht werden soll. Anlegeleinen sind ebenfalls an den Bug- und Heckklampen zu fixieren. Außerdem ist es wichtig, die untere Einheit des Bootsmotors leicht anzuheben, um den Bürgersteig freizugeben.
Gute Gewohnheiten für einen reibungsloseren Start
Einige Gewohnheiten sind hilfreich, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten. Vor dem Rückwärtsfahren sollte eine Minute eingeplant werden, um die Neigung und Tiefe der Rampe zu beobachten. Dies beeinflusst, wie weit das Boot zurückgefahren werden muss. Die Instinkte, auf die beim sicheren Ziehen eines Anhängers vertraut wird, sind hier nicht anwendbar.
Beim Rückwärtsfahren ist es ratsam, sich auf die Seitenspiegel zu stützen. Ein hilfreicher Trick ist, einen Freund an Land zu haben, der mit Handzeichen kommuniziert. Eine Hand sollte beim Rückwärtsfahren stets auf der Unterseite des Lenkrads liegen, damit der Anhänger der Fahrtrichtung folgt. Der Rückwärtsgang sollte nur so weit gefahren werden, bis die Kotflügel in Höhe der Wasserlinie sind. Zuerst wird der Windengurt und dann die Sicherheitskette gelöst, niemals umgekehrt. Ein kurzer Druck und das Boot kann ins Wasser gelassen werden.
Einige zusätzliche Tipps: Schalten Sie beim Rückwärtsfahren nach Einbruch der Dunkelheit die Scheinwerfer nicht ein, um Blenden zu vermeiden. Sollte der Anhänger schief stehen, ist es besser, vorwärts zu fahren und es erneut zu versuchen, anstatt ihn mit mehr Kraft zurückzuschieben. Zudem sollten Bootsfahrer darauf achten, nicht mit einer großen Gruppe zu erscheinen, da oft ein fähiger Partner ausreicht, um zu helfen. An mehrspurigen Rampen sollte das Boot bis ans Ende geschoben werden, um die Parkplätze effizient zu nutzen. Vor dem Start des Motors sollte das Abgasgebläse vier Minuten laufen, um Gasdämpfe aus der Bilge abzuführen.
