Wie viel Akku verbraucht das Always-On-Display von Samsung tatsächlich?

von gadgetadmin

Samsung hat die Auswirkungen des Always-on-Displays (AOD) auf die Akkulebensdauer seiner Smartphones untersucht. Obwohl diese Funktion seit ihrer Einführung mit der Galaxy S7-Reihe im Jahr 2016 populär ist, wurde sie ursprünglich von Nokia entwickelt und fand schon früh Anwendung in der Lumia-Serie von Windows Phones. AOD erfreut sich bei Nutzern großer Beliebtheit, was sogar dazu führte, dass Apple 2022 mit dem iPhone 14 Pro und Pro Max ebenfalls darauf zurückgriff.

Das Always-on-Display ermöglicht es Nutzern, Uhrzeiten und Benachrichtigungen auf einen Blick zu überprüfen, ohne das Smartphone aktiv verwenden zu müssen. Dank OLED-Displays, die Pixel gezielt ein- und ausschalten können, wird der Akku geschont, da nur die zum Anzeigen erforderlichen Pixel beleuchtet werden. Trotzdem ist die Einsparung nicht mit der von E-Ink-Displays vergleichbar, die konstant betrieben werden können, ohne signifikanten Stromverbrauch zu verursachen.

Laut Tests von DXOMark erhöht AOD den Batterieverbrauch um fast das Vierfache. Tests an Modellreihen wie dem Samsung Galaxy S22 Ultra, iPhone 14 Pro und Google Pixel 7 Pro zeigen, dass das Galaxy S22 Ultra unter normalen Bedingungen 417 Stunden bei deaktiviertem AOD und nur 136 Stunden bei aktivem AOD durchhält. Dies führt zu einem täglichen Batterieverlust von 10 bis 15 %, was etwa 1 % pro Stunde entspricht.

Samsungs Flaggschiff-LTPO-Displays verbesserten die Effizienz des AOD-Akkus nicht

Bereits 2016 gab Samsung die Auswirkung des AOD auf den Akku mit unter 1 % pro Stunde an. Während Marketingzeiten oft skeptisch betrachtet werden, stützen unabhängige Tests von TechSpot im selben Jahr diese Behauptung. Der DXOMark-Test von 2022 zeigt jedoch, dass die Auswirkungen von AOD auf den Akku fast unverändert geblieben sind. Sowohl der Galaxy S7 Edge als auch das S22 Ultra zeigen eine ähnliche Akkulebensdauer von etwa 130 Stunden, obwohl das S22 Ultra über ein LTPO-Display verfügt, das den Energieverbrauch um 22 % senken soll.

Die Testergebnisse von DXOMark fanden statt, während das Telefon im Flugmodus war, was einen stabilen Akkustand gewährte. Berichte von Nutzern zeigen, dass die Effizienz des Displays weitgehend konstant ist, seitdem LTPO-Displays in den Marktreihen von Samsung getestet wurden. Ein typisches Smartphone-Modem verbraucht jedoch doppelt so viel Energie wie das Display, was den Akkustand erheblich beeinflussen kann, insbesondere bei schwachem Empfang.

Was ist mit den günstigeren Smartphones der Galaxy A-Serie?

Die Auswirkungen von AOD auf die Akkulaufzeit der Galaxy A-Serie wurden nicht umfassend wie bei den Tests von DXOMark und TechSpot untersucht. Die Ergebnisse von PhoneArena zeigen, dass der AOD-Stromverbrauch beim Galaxy A5 2017 bei unter 1 % lag. Aktuell berichten Nutzer des neuen Galaxy A54 ebenfalls von einem AOD-Verbrauch von rund 1 % pro Stunde.

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die Always-on-Display-Funktion an einem typischen 14-Stunden-Arbeitstag zwischen 10 und 15 % der Akkuladung verbraucht, unabhängig davon, ob es sich um ein Galaxy-S-Modell oder ein günstigeres A-Modell handelt. Dies könnte auf die geringere Bildschirmauflösung der A-Serie zurückzuführen sein, die die Batterieeffizienz verhältnismäßig ähnlich macht. Die Auflösung spielt eine entscheidende Rolle, da jedes Subpixel von einem einzelnen Transistor gesteuert wird, was den Stromverbrauch in Relation zur Auflösung erhöht.

Wenn der Verlust von 10 % der Akkureserven für AOD übertrieben erscheint, steht es den Nutzern frei, die Einstellungen so anzupassen, dass der AOD nur bei Interaktion aktiviert wird. Sowohl Android als auch iOS unterstützen diese Funktion, was den Stromverbrauch erheblich reduzieren kann.

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